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Komplexe AI-Workflows mit MCP zu awork migrieren

Migriere AI-Workflows mit dem awork MCP Server und Agent Migration Skill, indem du Markdown-Dateien und Workflow-Logik strukturiert in awork abbildest.

Migriere umfangreiche, bereits strukturierte AI-Setups nach awork, ohne sie manuell von Grund auf neu aufzubauen.

👉 Wenn dein aktuelles AI-Setup nur aus wenigen Anweisungen und Wissensdateien besteht, findest du die passende Anleitung unter AI-Kontext zu awork migrieren.

Dieser Artikel richtet sich an dich, wenn dein Setup bereits aus Markdown-Dateien, Skills, Referenzdokumenten, Templates und Workflow-Logik besteht. Für solche Strukturen kannst du den awork MCP Server zusammen mit dem awork Agent Migration Skill nutzen, um das bestehende Setup zu analysieren und in awork abzubilden.

👉 Hier geht’s zum awork Agent Migration Skill.


Hauptvorteile und Anwendungsfälle

Eine MCP-gestützte Migration lohnt sich, wenn dein AI-Setup bereits eher einem System als einem einzelnen Prompt entspricht.

Typische Bestandteile sind:

  • Viele Markdown-Dateien mit unterschiedlichen Inhalten und Verantwortlichkeiten

  • Skills oder SKILL.md-Dateien als wiederverwendbare Abläufe

  • Mehrstufige Workflows mit verschiedenen Prozessschritten

  • Entscheidungsregeln und Qualitätsprüfungen

  • Templates und Beispiele für erwartete Ergebnisse

  • Autoritative Referenzdokumente

  • Verknüpfte Dateien mit Abhängigkeiten untereinander

  • Externe Tools oder Datenquellen

Du könntest diese Bestandteile einzeln nach awork übertragen. Bei größeren Setups müsstest du vorher aber klären, welche Datei welche Aufgabe erfüllt und wo ihr Inhalt in awork hingehört.

Der awork Agent Migration Skill unterstützt dich bei genau diesen beiden Schritten: Analyse und Zuordnung.


Wie die Migration mit MCP funktioniert

Die Migration versucht nicht, deine ursprüngliche Ordnerstruktur Datei für Datei zu kopieren. Ziel ist es, den zugrunde liegenden Workflow beizubehalten.

Die Migration folgt daher diesem Ablauf:

Analysieren → Zuordnen → Migrieren → Verifizieren → Validieren

1. Das bestehende Setup analysieren

Bevor etwas in awork erstellt wird, liest der Migration Skill die bereitgestellten Inhalte und erstellt eine Bestandsaufnahme.

Dabei identifiziert er unter anderem:

  • Rolle und Zweck des Setups

  • Zielgruppe und Sprache

  • Erforderliche Eingaben

  • Workflow-Schritte und Entscheidungswege

  • Anforderungen an die Ausgabe

  • Tools und externe Systeme

  • Autoritative Referenzen

  • Vorlagen und Beispiele

  • Qualitätsprüfungen und Stop-Bedingungen

  • Widersprüchliche oder doppelte Regeln

Das ist besonders bei vielen Markdown-Dateien wichtig.

30 Quelldateien werden nicht automatisch zu 30 Skills. Mehrere Dateien können gemeinsam einen Prozess beschreiben. Eine einzelne Datei kann dagegen Anweisungen, Referenzmaterial und projektspezifische Informationen vermischen, die in awork an unterschiedliche Stellen gehören.

2. Inhalte dem passenden awork-Konzept zuordnen

Anschließend erstellt der Migration Skill eine Zuordnung von Quelle zu Ziel.

Bestehender InhaltZiel in awork
Rolle, Ziel, Grenzen und Anforderungen an die AusgabeAgent System Prompt
Bestehende SKILL.md oder Skill-PaketeSkill
Wiederverwendbare AbläufeSkill
Umfangreiche Referenzen, Standards, Beispiele und Templates eines AblaufsSkill-Referenzdateien
Wissen, das nur ein Agent benötigtAgent-Dateien
Gemeinsames UnternehmenswissenWorkspace Context
Aktuelle projektspezifische InformationenLive-awork-Kontext
Aktionen in externen Systemenawork oder verbundene Tools

Entscheidend ist dabei die Zuordnung der Inhalte nach Funktion und Verantwortung, nicht nach dem ursprünglichen Dateinamen.

Wenn eine Markdown-Datei mehrere Themen vermischt, kann ihr Inhalt deshalb auf verschiedene awork-Komponenten verteilt werden.

3. Unklare Inhalte zur Prüfung hervorheben

Nicht jeder Bestandteil eines bestehenden Setups lässt sich eindeutig zuordnen.

Mögliche Gründe sind:

  • Regeln widersprechen sich

  • Eine Quelle ist veraltet

  • Ein Workflow benötigt ein Tool, das im Ziel-Setup nicht verfügbar ist

  • Ein Verhalten hängt von der ursprünglichen AI-Umgebung ab

  • Es ist unklar, welche Version eines autoritativen Dokuments verwendet werden soll

Der Migration Skill soll solche Fälle nicht stillschweigend entscheiden oder Inhalte einfach weglassen.

Inhalte, die nicht zuverlässig zugeordnet werden können, werden zur Prüfung hervorgehoben.

Das Ziel ist nicht, möglichst viel Material zu migrieren. Das Ziel ist, die Inhalte zu übernehmen, denen du vertrauen kannst.

4. Das awork-Setup über MCP erstellen

Sobald die Zuordnung geklärt ist, kann der Migration Skill den verbundenen awork MCP server nutzen, um das entsprechende Setup zu erstellen.

Je nach Ergebnis der Analyse kann er:

  • den Agent erstellen

  • den System Prompt konfigurieren

  • neue Skills erstellen

  • vorhandene SKILL.md-Dateien importieren

  • Skill-Pakete mit unterstützenden Dateien importieren

  • Referenzdateien hinzufügen

  • vorhandene Skills wiederverwenden oder verknüpfen

  • prüfen, ob die erwartete Konfiguration gespeichert wurde

Bestehende Skills lassen sich häufig direkt wiederverwenden.

Eine eigenständige SKILL.md kann importiert werden, statt sie neu zu schreiben. Enthält ein Skill-Paket bereits unterstützende Dateien wie references/, scripts/ oder assets/, können diese beim Skill bleiben.

Bei anderen Markdown-Dateien wird zuerst ihre Funktion bestimmt. Sie werden nicht automatisch in Skills umgewandelt.

Beispiel: Ein umfangreicher Workflow für Schulungsinhalte

Angenommen, du hast bereits ein System zur Erstellung von Inhalten rund um den deutschen Ausbildungsrahmenplan aufgebaut.

Mit der Zeit sind darin entstanden:

  • mehrere Skills

  • zahlreiche Markdown-Dateien

  • detaillierte Anweisungen zur Inhaltserstellung

  • Kurs-Templates

  • Beispiele für akzeptierte Ergebnisse

  • Prüf- und Validierungsregeln

  • ein Ausbildungsrahmenplan als autoritative Quelle

Eine manuelle Migration würde bedeuten, jede Datei zu öffnen, ihre Funktion zu verstehen und die Struktur anschließend in awork nachzubauen.

Bei einer MCP-gestützten Migration kann das bestehende Setup zunächst vollständig analysiert und beispielsweise so zugeordnet werden:

Agent System Prompt

Enthält den übergreifenden Zweck, die Zielgruppe, Grenzen, Sprache und Anforderungen an das finale Ergebnis.

Skills

Enthalten wiederverwendbare Abläufe, zum Beispiel:

  • Ein Thema dem Ausbildungsrahmenplan zuordnen

  • Die Kursstruktur entwickeln

  • Inhalte erstellen

  • Die abschließende Qualitätsprüfung durchführen

Skill-Referenzdateien

Enthalten Materialien, auf die diese Abläufe zurückgreifen, zum Beispiel:

  • Den relevanten Ausbildungsrahmenplan

  • Templates

  • Beispiele

  • Validierungskriterien

Die resultierende awork-Struktur kann deshalb anders aussehen als die ursprüngliche Ordnerstruktur. Die Verantwortlichkeiten des ursprünglichen Workflows bleiben trotzdem erhalten.

Wie du mit veränderlichen Referenzmaterialien umgehst

Autoritative Quellen benötigen besondere Aufmerksamkeit.

Wenn dein bestehender Workflow bewusst eine bestimmte Ausgabe eines Frameworks, Standards oder einer Richtlinie verwendet, kann diese Ausgabe Teil des migrierten Setups bleiben.

Soll der Workflow dagegen immer die aktuelle offizielle Version verwenden, reicht das Kopieren einer bestehenden Datei nicht aus. Dann musst du festlegen, wie die Quelle aktuell gehalten oder abgerufen werden soll, bevor du die migrierte Kopie als autoritativ behandelst.

Sind mehrere Versionen vorhanden und ist unklar, welche verwendet werden soll, sollte der Migration Skill dies zur Prüfung markieren, statt automatisch eine Version auszuwählen.

5. Migration überprüfen und Verhalten validieren

Nach dem Erstellen des neuen Setups liest der Migration Skill die Konfiguration aus awork zurück und prüft unter anderem:

  • Ob der Agent vorhanden ist

  • Ob die erwarteten Skills erstellt oder verknüpft wurden

  • Ob die richtigen Anweisungen gespeichert wurden

  • Ob Referenzdateien vorhanden sind

  • Ob einzelne Migrationsschritte fehlgeschlagen sind

Der Migrationsbericht zeigt anschließend, welche Bestandteile:

  • Erstellt wurden

  • Verifiziert wurden

  • Nicht migriert wurden

  • Einen Benutzertest benötigen

Außerdem bleibt die Zuordnung von Quelle zu Ziel erhalten. So kannst du nachvollziehen, wo wichtige Regeln und Dateien gelandet sind.

6. Das Verhalten mit echten Aufgaben testen

Eine technisch korrekte Migration bedeutet nicht automatisch, dass sich die AI identisch verhält.

Das ursprüngliche Setup und der awork Agent können sich beim Modell, bei verfügbaren Tools, beim umgebenden Kontext oder bei der Bereitstellung von Informationen zur Laufzeit unterscheiden.

Deshalb ist eine abschließende Prüfung wichtig: Wähle mehrere typische Aufgaben aus, bei denen du weißt, wie ein gutes Ergebnis aussehen soll. Führe diese Aufgaben mit dem migrierten Agent aus.

Teste mindestens:

  • Eine normale Aufgabe

  • Einen wichtigen Workflow-Zweig

  • Eine Aufgabe mit fehlenden Eingaben

  • Eine Aufgabe mit autoritativem Referenzmaterial

  • Eine Aufgabe mit strikten Ausgabeanforderungen

Vergleiche die Ergebnisse mit dem erwarteten Ergebnis.

Fehlt etwas, passe den zuständigen Skill, die Anweisung oder die Quelle an, statt pauschal mehr Kontext hinzuzufügen.

👉 Mehr zum Hintergrund dieser Vorgehensweise findest du unter AI-Kontext migrieren: 7 Prinzipien


Migration mit MCP durchführen

  1. Verbinde deinen AI-Client mit dem awork MCP Server.

  2. Füge den awork Agent Migration Skill hinzu.

  3. Stelle die bestehenden Skills, Markdown-Dateien und Referenzmaterialien bereit.

  4. Lass den Migration Skill das bestehende Setup zu analysieren und eine Zuordnung vorzuschlagen.

  5. Prüfe Konflikte, nicht unterstütztes Verhalten und offene Entscheidungen.

  6. Gib die Migration frei.

  7. Prüfe den resultierenden Migrationsbericht.

  8. Führe die vorgeschlagenen Verhaltenstests mit dem neuen awork Agent aus.

Tipp: Starte bei einem sehr großen Setup zunächst mit einem repräsentativen Workflow. Er sollte mehrere wichtige Elemente enthalten, zum Beispiel einen Skill, mehrere Referenzdateien und relevante Entscheidungslogik. So kannst du zuerst prüfen, ob Zuordnung und Verhalten sinnvoll sind, bevor du den restlichen Bestand migrierst.


Was MCP-gestützte Migration bedeutet – und was nicht

MCP-gestützte Migration bedeutet nicht:
Gib der AI einen Ordner und erhalte automatisch dasselbe System in awork.

Stattdessen geht es darum:
Die AI analysiert das bestehende Setup, ordnet es der passenden awork-Struktur zu, automatisiert zuverlässig migrierbare Teile und macht unklare Inhalte zur Prüfung sichtbar.

Du musst einen ausgereiften AI-Workflow also nicht vollständig von null neu aufbauen.

Gleichzeitig ist eine Migration zwischen zwei AI-Umgebungen mehr als das Kopieren von Dateien. Die Migration schafft eine strukturierte Ausgangsbasis in awork. Die abschließende Validierung zeigt, ob der Workflow weiterhin so funktioniert, wie du ihn aufgebaut hast.


FAQ

Kann ich mein bestehendes Claude- oder ChatGPT-Setup migrieren?

Ja. Bestehende, strukturierte Inhalte sind eine gute Grundlage für die Migration. Bei umfangreicheren Setups kann dich der awork MCP-Server dabei unterstützen, die bestehende Struktur zu analysieren und in awork abzubilden.

Verhält es sich danach genauso wie vorher?

Nicht unbedingt. Dateien und Anweisungen lassen sich häufig übertragen. Das Verhalten kann jedoch auch vom verwendeten Modell, den verfügbaren Tools und der Laufzeitumgebung abhängen. Teste den migrierten Agent deshalb mit mehreren typischen Aufgaben.

Werden alle Markdown-Dateien zu Skills?

Nein. Der Migration Skill bestimmt zuerst die Funktion des jeweiligen Inhalts. Je nach Verantwortung kann ein Inhalt zum Agent System Prompt, einem Skill, Skill-Referenzdateien, Agent-Dateien, dem Workspace Context oder dem Live-awork-Kontext gehören.

Kann eine bestehende SKILL.md direkt importiert werden?

Ja. Eine eigenständige SKILL.md kann importiert werden, statt sie neu zu schreiben. Auch unterstützende Dateien in references/, scripts/ oder assets/ können in einem Skill-Paket erhalten bleiben. Teste sie trotzdem im neuen Agenten, da sich Modell, Kontext und verfügbare Tools unterscheiden können.

Was passiert, wenn sich etwas nicht eindeutig zuordnen lässt?

Nicht eindeutig zuordenbare Inhalte werde zur Überprüfung gekennzeichnet. Sie werden nicht automatisch geraten, verändert oder weggelassen.

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